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Spielbericht
Argentinien
2:1
England

Argentinien dreht Halbfinale gegen England und zieht ins Endspiel ein

Titelverteidiger Argentinien hat das WM-Halbfinale gegen England nach einem Rückstand durch zwei späte Tore mit 2:1 für sich entschieden.

Titelverteidiger Argentinien steht nach einem dramatischen 2:1-Sieg im WM-Halbfinale gegen England erneut im Endspiel der Weltmeisterschaft. In Atlanta drehte das Team um Kapitän Lionel Messi in der Schlussphase die Partie und trifft nun am Sonntag im Finale in New York/New Jersey auf Europameister Spanien. Für England unter Trainer Thomas Tuchel endete der Traum vom ersten WM-Titel seit 1966 dagegen im Halbfinale. Die Mannschaft bestreitet nun am Samstag das Spiel um Platz drei gegen Frankreich.

Die erste Halbzeit der Begegnung war von einer extremen Härte und zahlreichen Spielunterbrechungen geprägt. Bereits in der ersten Spielminute schubste Leandro Paredes den Engländer Jude Bellingham um. Nur eine Minute später traf Enzo Fernández seinen Gegenspieler Elliot Anderson mit dem Ellbogen im Nacken, was eine erste Rudelbildung auslöste. Die giftige Atmosphäre setzte sich fort, sodass die Unparteiischen allein bis zur ersten Trinkpause elf Fouls registrierten. Ein flüssiger Spielaufbau kam auf beiden Seiten im ersten Durchgang kaum zustande.

Gordon trifft zur englischen Führung

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie auch spielerisch an Fahrt auf. In der 55. Spielminute ging England in Führung: Anthony Gordon erzielte das 1:0 für die Mannschaft von Thomas Tuchel. Nach dem Führungstreffer überließen die Engländer den Argentiniern jedoch fast vollständig die Initiative und verzeichneten zeitweise nur noch zwölf Prozent Ballbesitz. Das englische Team zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und verlor den Zugriff im Mittelfeld.

Trainer Thomas Tuchel reagierte auf den zunehmenden Druck der Südamerikaner mit defensiven Wechseln. In der 72. Minute verließ Torschütze Gordon den Platz, zehn Minuten später folgte Mittelfeldspieler Declan Rice. Für sie kamen mit Ezri Konsa und Dan Burn zwei großgewachsene Verteidiger, um auf eine Fünferkette umzustellen. Diese defensive Ausrichtung stabilisierte das Spiel der Engländer jedoch nicht, sondern schränkte die Entlastung nach vorne weiter ein.

Argentiniens späte Doppelschlag-Wende

Argentinien drängte in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich. In der 85. Minute belohnte Enzo Fernández die Bemühungen mit dem Treffer zum 1:1 nach Vorarbeit von Lionel Messi. Die Entscheidung fiel in der zweiten Minute der Nachspielzeit: Erneut war es Messi, der den entscheidenden Pass spielte, den der eingewechselte Lautaro Martínez zum 2:1-Siegtreffer für den amtierenden Weltmeister nutzte.

Nach dem Abpfiff feierten die argentinischen Spieler den Finaleinzug auf dem Rasen unter anderem mit einem Plakat mit der Aufschrift "Las Malvinas son argentinas" (Die Falklandinseln sind argentinisch). Da politische Botschaften laut den Statuten des Weltverbandes FIFA untersagt sind, könnte diese Aktion für den Verband noch ein Nachspiel haben. Trainer Lionel Scaloni hatte bereits im Vorfeld der Partie versucht, die politische Dimension der Begegnung herunterzuspielen.

Kritik an Tuchels Taktik

In England geriet Nationaltrainer Thomas Tuchel unmittelbar nach dem Ausscheiden in die Kritik. Medien und Experten warfen dem Coach vor, durch seine defensiven Auswechslungen den Sieg verschenkt zu haben. Tuchel verteidigte seine Entscheidungen nach der Partie und erklärte, er habe auf die anhaltenden Flanken der Argentinier reagieren und im Abwehrzentrum mehr Präsenz in der Luft schaffen wollen. Er räumte jedoch ein, dass seine Mannschaft nach dem Führungstor aufgehört habe, Fußball zu spielen.

Kapitän Harry Kane äußerte sich nach dem Spiel enttäuscht und ratlos über den Kontrollverlust seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Für den 32-jährigen Angreifer war es möglicherweise die letzte Chance auf einen großen internationalen Titel mit den "Three Lions".

Quellen: kicker, kicker, kicker, kicker, kicker, kicker, Zeit Online, Zeit Online, Zeit Online, Sportschau, Sportschau, Sportschau, Sportschau, Sportschau, Sportschau, Sportschau

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