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Spaniens Weltmeister feiern in Madrid und FIFA leitet Ermittlungen ein

Nach dem Finalsieg gegen Argentinien feiert die spanische Nationalmannschaft mit fast zwei Millionen Fans in Madrid, während die FIFA die Tumulte nach dem Abpfiff untersucht.

Triumphzug durch die Hauptstadt

Einen Tag nach dem 1:0-Sieg nach Verlängerung im Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Argentinien ist die spanische Nationalmannschaft in der Heimat begeistert empfangen worden. Nach Schätzungen feierten fast zwei Millionen Menschen das Team in der Hauptstadt Madrid. Zunächst stand der protokollarische Teil auf dem Programm: König Felipe VI. empfing die Mannschaft im königlichen Palacio Real. Der Monarch gratulierte der Auswahl zu einem epischen Erfolg und würdigte die Qualitäten des Teams. Er betonte zudem, dass Spanien nun sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen amtierender Fußball-Weltmeister ist.

Nach dem Empfang im Palast und einem Höflichkeitsbesuch bei Regierungschef Pedro Sánchez ging die Feier auf den Straßen Madrids weiter. Die Mannschaft um Kapitän Rodri und Weltmeister-Trainer Luis de la Fuente fuhr in einem offenen Bus durch die von Menschenmassen gesäumten Straßen. Die Parade endete am späten Abend am berühmten Cibeles-Platz. Kapitän Rodri erklärte vor den jubelnden Anhängern, dass dieser Moment das Größte sei, was man im Fußball erreichen könne.

FIFA-Ermittlungen nach Tumulten und Messis Schmerz

Überschattet wird der spanische Triumph von den Ereignissen unmittelbar nach dem Abpfiff des Endspiels. Die FIFA hat angekündigt, die körperlichen Auseinandersetzungen zwischen argentinischen und spanischen Spielern zu untersuchen. Die Disziplinarkommission des Weltverbandes hat einen Disziplinar- und Ethikermittler ernannt, um mögliche Verstöße gegen den FIFA-Disziplinarcodex zu prüfen.

Die Ermittlungen richten sich Berichten zufolge unter anderem gegen Leandro Paredes, der nach dem Spiel handgreiflich geworden war und die Rote Karte sah. Auch gegen Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala könnte wegen möglichen Fehlverhaltens ermittelt werden. Zuvor hatte bereits Enzo Fernández in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit die Gelb-Rote Karte wegen eines Fouls erhalten.

Aufseiten der Verlierer äußerte sich Superstar Lionel Messi via Instagram zu seiner zweiten Niederlage in einem WM-Finale nach 2014. Der 39-Jährige schrieb von einem unermesslichen Schmerz und einer Wunde, die Zeit zum Heilen brauche. Zu seiner sportlichen Zukunft äußerte sich Messi vorerst nicht.

Spannungen zwischen UEFA und FIFA

Abseits des Platzes sorgte das Fernbleiben von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin beim Finale für Aufsehen. Britischen Medienberichten zufolge verzichtete Ceferin auf eine Reise zum Endspiel, um seine Unzufriedenheit mit der FIFA unterstreichen. Das Verhältnis der beiden Verbände gilt als stark belastet.

Ein Streitpunkt war die Aussetzung der Rot-Sperre für den US-Stürmer Folarin Balogun nach dessen Platzverweis im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina. US-Präsident Donald Trump hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino telefonisch um eine Prüfung der Karte gebeten, woraufhin die Sperre ausgesetzt wurde. Die UEFA kritisierte diesen Schritt scharf. Zudem sorgte in Europa für Unverständnis, dass den US-Behörden dem somalischen WM-Schiedsrichter Omar Artan kurz vor Turnierbeginn die Einreise verweigert hatten. Die UEFA nominierte Artan daraufhin für das anstehende Supercup-Finale am 12. August in Salzburg.

Forderung nach WM mit 64 Teams

Unterdessen hat Südamerikas Fußballverbandschef Alejandro Dominguez seine Forderung erneuert, das Teilnehmerfeld der Weltmeisterschaft ab 2030 auf 64 Mannschaften aufzustocken. Das hundertjährige Jubiläum der WM im Jahr 2030 sei eine große Chance für diesen Schritt, so der CONMEBOL-Präsident auf der Plattform X.

Die WM 2030 soll federführend in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen werden, während Uruguay, Argentinien und Paraguay jeweils ein Eröffnungsspiel ausrichten. Bei einer Aufstockung auf 64 Teams könnten die südamerikanischen Länder mehr Partien als bislang geplant erhalten. FIFA-Präsident Gianni Infantino, der sich im März 2027 zur Wiederwahl stellt, gilt als Verbündeter von Dominguez und hat sich für eine mögliche Erweiterung bereits offen gezeigt.

Quellen: Sportschau

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